Samstag, 22. Oktober 2016

[Rezension] Imago von Isabel Abedi

Wanja liebt sie - diese Minuten vor Mitternacht, kurz bevor auf ihrem Radiowecker alle vier Ziffern auf einmal wegkippen und eine ganz neue Zeit erscheint. Doch heute um Mitternacht verändert sich nicht nur das Datum für Wanja. Sie bekommt eine geheimnisvolle Einladung zu der Ausstellung Vaterbilder. Und damit einen Schlüssel, der die Tür zu einer anderen Welt öffnet: in das Land Imago.
Quelle: Thalia

Über das Buch

Titel: Imago
Autor: Isabel Abedi
Erscheinungsdatum: Juni 2016
Verlag: ARENA
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 408
ISBN: 978-3-401-50890-0 (Taschenbuch)
Preis: 12,99 (Taschenbuch)
Reihe?: Nein

Erster Satz

"Erzähl du mir nicht, wie mein Vater zu sein hat."

Meine Meinung

Gekauft 
Nachdem ich von anderen Bloggern immer öfters Liebesgeständnisse an Isabel Abedis Jugendbücher zu lesen bekam, wollte ich mir natürlich eine eigene Meinung bilden und habe mich zu diesem Zweck für "Imago" entschieden.

Die Kurzbeschreibung gibt ja nicht so viel her, aber die Idee klang zumindest ganz interessant und jetzt, nach dem "Beenden" des Romans, kann ich immer noch sagen, dass ich die Grundidee eigentlich richtig gut finde. Leider jedoch hat es dieses Buch überhaupt nicht geschafft, mich zu berühren.

Gelesen
Der Schreibstil des Buches war einfach und flüssig zu lesen, doch trotz aller Bemühungen der Autorin, alles liebevoll mit vielen Adjektiven zu beschreiben, konnte mich die Welt von Imago nicht in ihren Bann ziehen.

Hinweis zur Handlung: In "Imago" von Isabel Abedi wird Wanja und eine kleine Gruppe von pubertären Kindern zur geheimnisvollen Ausstellung "Vaterbilder" eingeladen, dessen Gemälde – so stellen Wanja und die anderen Kinder fest – Türen zu anderen Welten sind. Wanja und ein Junge namens Mischa landen zusammen in einem Zirkus, der sich in einem Land mit dem Namen Imago aufhält, und lernen dort den jungen Artisten Taro kennen. Achtung SPOILER. Kurz darauf taucht in Imago ein großer schwarzer Vogel auf, der erst alle Farben um sie herum zu verschlucken droht und es anschließend auf Taro abgesehen hat.

Es spielen eigentlich nur sehr wenige Szenen in Imago und wieso Wanja und Mischa gerade dort in einem Zirkus landen und von Beginn an eine so enge Verbindung zu dem Artisten Taro haben, bleibt so gut wie unausgesprochen, weshalb man es als Leser nicht wirklich nachvollziehen kann. Da hätte man die Besonderheiten von dem Land Imago und Taro noch deutlicher darstellen und mehr Hintergründe offenbaren können.

Wanjas Mutter ist toll, aber die Gespräche zwischen ihr und Wanja über ihren Vater fand ich langweilig bis nervig – Wanja selbst war mir auch zu wenig als eigener Charakter herausgearbeitet, ich konnte keinen Bezug zu ihr finden.

Das Erzähltempo ist ziemlich gediegen, es geht eben viel um Alltagsgeschichten und wirkliche Spannung kommt eher selten auf. Außerdem sind die meisten Entwicklungen und Wendungen leider nicht ganz so überraschend, wie sie sein könnten, was wirklich sehr schade war.

Dennoch ist es beim Lesen aber auch nie wirklich langweilig geworden, da die Autorin einen großen Fokus auf persönliche Gefühle, Bewältigung von inneren Ängsten und zwischenmenschlichen Beziehungen gelegt und diese sehr realistisch, einfühlsam und recht unterhaltsam dargestellt hat.

Nette Unterhaltung für Zwischendurch

Gescheitert
Trotz allen guten Willens konnte ich dem Buch nichts abgewinnen und musste es am Ende sogar abbrechen – fairer Weise muss ich aber sagen, dass es "handwerklich" gut geschrieben und somit einfach Geschmackssache ist.

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