Mittwoch, 14. Dezember 2016

[Rezension] Die Blutschule von Sebastian Fitzek

Eine unbewohnte Insel im Storkower See
Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer
Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.
Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ... Eine unbewohnte Insel im Storkower See

ÜBER DAS BUCH

Titel: Die Blutschule
Autor: Max Rhode (Sebastian Fitzek)
Erscheinungsdatum: 14.10.2016
Verlag: Lübbe
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 272
ISBN: 978-3-404-17267-2 (Paperback)
Preis: 12,99 (Paperback)
Reihe?: Nein

Zitat

„Es stimmt. Ihr habt nie gelernt zu töten. Niemand hat es euch beigebracht. Aber keine Sorge, dieses Versäumnis werde ich jetzt nachholen.“ - Seite xy

Meine Meinung

In "Die Blutschule " zieht Simon Zambrowski mit seinem einen Jahr älteren Bruder Max und ihren Eltern von der Stadt aufs Land in ein altes Haus, das die Familie zunächst in einem total verwahrlosten Zustand bewohnen muss und dem sich die Menschen aus der Ortschaft aus irgendeinem Grund nicht nähern mögen. Ihr neuer Nachbar Peter Landenberg, angeblich ein Pädophiler, der als Stotter-Peter bekannt ist, verrät ihnen zu Beginn der Geschichte ein Geheimnis zu einem Spiegel, der im Storkower See versenkt wurde.

Der sog. "Seelenspiegel" ist ein elementarer Bestandteil der Geschichte und findet fortan immer wieder Erwähnung.

Besonders lebendig wirkt "Die Blutschule", da das Buch aus dem Blickwinkel des jüngeren Bruders geschrieben wurde, in Form eines Therapietagebuches.

Zu Beginn rechnet man bei diesem Werk noch damit, dass es sich um einen normalen Thriller handeln dürfte, merkt aber schnell, dass es doch eher zu einem Thriller mit einem großen Anteil Mysterie wird. Auch von dem Schrecken, der im Klappentext angekündigt wird, ist sehr lange nichts zu spüren, denn lange Zeit wirkt Simons und Marks Familie ganz normal und recht harmonisch. Ich habe mich dann irgendwann doch schon gefragt, wann es denn endlich mit der Blutschule und dem eigentlichen Horror losgehen würde. Dabei habe ich sogar ab und zu mal den Schnitt kontrolliert um zu sehen, wie viele Seiten dafür nur noch übrig bleiben würden.

Als das Buch schließlich eine Wendung nimmt, kommt die plötzliche Veränderung, die dann mit einigen der Charaktere vor sich geht und auch der Horroraspekt, deutlich zum Tragen und beides ist vom Autor sehr gut herausgearbeitet worden.

Ich mag es in Büchern (und Filmen) ganz gerne blutig und brutal, eben so horrormäßig und wenn man auf so etwas steht, dann wird man hier bestens bedient. So habe ich mit den beiden Jungs zu jedem Augenblick mitgefiebert und mich bei den Aufgaben, die ihnen ihr Vater stellt, vor Ekel und Grausen förmlich gewunden.

Buch-Tipp

„Die Blutschule“ liest sich wie jedes Buch von Sebastian Fitzek: in rasantem Tempo, das einem einfach nicht erlaubt, es mal beiseite zu legen. Doch insgesamt ist es im Vergleich zu Fitzeks anderen Werken einfach anders, weniger ein (Psycho-)thriller, sondern vielmehr eine Horror-Mystery-Geschichte mit leicht übersinnlichem Einschlag, also Geschmackssache.

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