Sonntag, 22. Januar 2017

[Rezension] Die Flammende / Die sieben Königreiche Bd.2 von Kristin Cashore

Wer das Mädchen mit den Haaren wie Feuer einmal gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen: Fire übt eine unwiderstehliche Macht auf alle Lebewesen in ihrer Nähe aus. Zudem kann sie in die Gedanken anderer Menschen eindringen - nur nicht in die von Prinz Brigan. Was für ein Mensch ist dieser unnahbare Feldherr, und welche Rolle spielt er im Kampf um den Thron? Fire kann sich dem Netz aus Verschwörungen, das sich um sie herum entspinnt, nicht entziehen. Ebenso wenig wie dem Mann, der so widerstreitende Gefühle in ihr hervorruft ...
Quelle: Thalia

ÜBER DAS BUCH

Titel: Die Flammende
Autor: Kristin Cashore
Erscheinungsdatum: 24.01.2013
Verlag: Carlsen
Genre: (High) Fantasy
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-551-31204-4 (Taschenbuch)
Preis: 9,99 (Taschenbuch)
Reihe?: Ja; Teil 2 von 3

Zitat

"Ich glaube, dass wir manchmal selbst nicht spüren, wer wir sind. Aber andere können es spüren." - Seite 477

Meine Meinung

In diesem Buch geht es um Fire, ein menschliches "Monster", das östlich der sieben Königreiche lebt, wo, zu einem späteren Zeitpunkt, auch Katsa, die Protagonistin aus dem ersten Band, lebt. 

Diese Monster sind Tiere jeglicher Art (bis auf Fire, die das letzte menschliche Monster ist), die sich durch ihre schillernden, bunten Farben von normalen Tieren abheben und in der Lage sind, in das Bewusstsein anderer Lebewesen einzudringen und es zu beeinflussen, was bei den Tieren in der Regel keine allzu hohe Wirkung hat. Mit ihrer Schönheit betören Raubtier-Monster ihre Bewunderer, um sich anschließend an ihnen zu nähren, wobei Ersteres auch bei Fire der Fall ist. Außerdem essen Monster nicht nur Menschen- sondern auch Monsterfleisch. Monster vs. Monster.

Gleich im Prolog werden Fäden zu der Geschichte aus dem ersten Band gesponnen und im Verlauf der Handlung zwei, drei Enthüllungen aus dem Vorgänger vorweggenommen. Das hat mein Interesse auf die Fortsetzung, gleich zu Beginn, sogar noch etwas mehr geschürt.

Die Fantasywelt ist, wie im ersten Band, mit viel Liebe zum Detail entworfen wurden, und auch die Charaktere fand ich vielschichtig und überzeugend.

Fire ist nicht die unschuldige Jungfrau, die plötzlich ihre große Liebe trifft und sich Hals über Kopf in die Beziehung hineinstürzt, denn hier wird eine Liebe beschrieben, die langsam wächst. Aus Misstrauen wird Vertrauen. Aus Hass wird Liebe.

Was Brigan für eine Art von Kerl ist und welche Rolle er in dem Buch spielt, dürft ihr gerne selbst herausfinden. ;-) Ich empfand ihn jedenfalls als äußerst authentischen Charakter und als solcher kam er bei mir auch gut an.

Dann gibt es da auch noch Archer, Fires besten Freund und Geliebten. Archer ist sehr beschützend, aber auch sehr aufbrausend und neigt zu Eifersuchtsanfällen, die Fire auf die Nerven gehen - die Ironie dahinter ist, dass Archer selbst ein Frauenheld ist und im Laufe der Geschichte nicht nur ein Mädchen mit ins Bett nimmt.

In dem Buch gab es zwar eine Menge spannende und aufregende Passagen, aber dennoch entpuppte sich die eine oder andere als teils sehr langatmig. Auch die Rivalen der Krone sind mir ehrlich gesagt zu schwach gewesen, denn zuerst wird seitenlang darüber geredet, was für eine große Bedrohung sie darstellen und so on, und dann kommt es zu einem Treffen, und der Funke springt einfach nicht über. Versteht ihr?

Buch-Tipp

Mir hat die Geschichte schon sehr gut gefallen, allerdings hat sie mich nicht total aus den Socken geworfen wie sein Vorgänger, sagen wir es so. Generell muss ich sagen, dass der erste Band irgendwas hatte, was der zweite Band nicht hatte. Ich weiß es nicht. Vielleicht die Länder? Oder die Liebesgeschichte? Nichtsdestotrotz ist es eine wunderbare High-Fantasy-Reihe, die man meiner Meinung nach gelesen haben sollte, wenn man sich in diesem Genre bewegt.

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