Freitag, 28. April 2017

[Rezension] Medusas Fluch von Emily Thomsen

Medusa wird von ihrer Mutter Gaia verflucht: Jeder Mann, den sie liebt, erstarrt zu Stein. Sie muss mit ansehen, wie ihre große Liebe stirbt, und zerbricht beinahe daran. Das will die junge Gorgone nie wieder ertragen müssen. Sie entscheidet sich für ein abgeschiedenes Leben in der Menschenwelt. Nach Jahrhunderten der Einsamkeit begegnet ihr der geheimnisvolle Jendrik, dem sie sich nicht entziehen kann und Medusas Fluch erwacht von Neuem.
Quelle: Thalia

ÜBER DAS BUCH

Titel: Medusas Fluch
Autor: Emily Thomsen
Erscheinungsdatum: 11.01.2017
Verlag: /
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 216
EAN: 9783738099126 (eBook)
Preis: 2,99 (eBook)
Reihe?: Ja; Teil 1 von ?

Meine Meinung

Heutzutage gibt es auf dem Buchmarkt eine Menge Geschichten, die sich auf Themen aus der griechischen Mythologie beziehen und da muss man schon mal aufpassen, dass die Themen nicht schon zu ausgelutscht sind. Auch das Einarbeiten von griechischer Mythologie in die eigene Geschichte stelle ich mir sehr schwer vor, doch selbst das ist Emily Thomsen mit "Medusas Fluch" definitiv gelungen.

Bei "Medusas Fluch" handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine Neuinterpretation der klassischen Medusa, welche die meisten von euch nur mit Schlangen auf dem Kopf und Augen kennen werden, die jeden, der in sie hineinsieht, zu Stein verwandelt.

Bei dieser Medusa handelt es sich um ein bildschönes Mädchen, auch Marie genannt, die ihre einstige Heimat verlassen und ihre Kräfte als Göttin aufgegeben hat, um bei den Menschen zu leben und so ihrer kontrollsüchtigen Mutter Gaia zu entkommen. Und dabei ist ihre Mutter - in ihren Augen - nicht nur ein Kontrollfreak, sondern aufgrund des Fluches (jeder Mann, für den sie Liebe empfindet, erstarrt zu Stein), den sie ihr auferlegt hat, auch die Ursache von all ihrem Leid.

Wie bei fast jedem Fantasy-Buch, durfte auch hier nicht der Typ fehlen, der die ganze Welt der weiblichen Protagonistin mit seinem Charme erschüttert. Diese Rolle wurde Jendrik zuteil, der hier leider eher oberflächlich skizziert wurde. Außerdem war mir seine Art am Anfang etwas zuwider, da er für meinen Geschmack zu aufdringlich war, was jedoch im Verlauf der Geschichte besser wurde, so dass er am Ende doch noch meine Sympathie gewonnen konnte.

Die letztlich angeblich tiefe Liebe zwischen Medusa und Jendrik war für mich aufgrund der Schnelligkeit, mit der sie sich entwickelt hat, zuerst nicht nachvollziehbar. Man hat sich gerade erst kennengelernt, fühlt sich anfangs sogar von dem Typen bedrängt und dann liebt man sich plötzlich?

Meine eigene Ansicht ist, sich erst eine Weile kennenzulernen und erst dann die magischen drei Worte fallen zu lassen, aber ich bin da relativ altmodisch. Außerdem muss man auch bedenken, dass das Buch nur etwas mehr als 200 Seiten hat, deshalb verzeihe ich dir diese Kleinigkeit, liebe Emily. :D

Lesenswert

Das Buch hat seine Stärken und Schwächen, wobei die Stärken, durch eine starke weibliche Protagonistin und der süßen, wenn auch übereilten Liebesgeschichte, definitiv überwiegen. Auch der Schreibstil hat mir gefallen, er war sehr locker, aber dennoch anschaulich und bildhaft. "Medudas Fluch" hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert und ich kann es ohne jegliche Bedenken an jeden weiterempfehlen, der gerne und viel in dem Genre Fantasy liest.

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