Sonntag, 9. April 2017

[Rezension] Paper Princess - Die Versuchung von Erin Watt

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …
Quelle: Thalia

ÜBER DAS BUCH

Titel: Paper Princess - Die Versuchung
Originaltitel: Paper Princess
Autor: Erin Watt
Erscheinungsdatum: 01.03.2017
Verlag: Piper
Genre: Liebesgeschichte/Erotik
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-492-06071-4 (Paperback)
Preis: 12,99 (Paperback)
Reihe?: Ja; Teil 1 von 4 oder 5

ZITAT

"Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Universum mich dazu verdammt hat, unglücklich zu sein.“ - Seite 12

Meine Meinung

Ja, sie sind reich, sie sind mächtig und verdammt heiß, aber sie sind auch (wirklich, wirklich) gemein und tief verletzt. So gemein und tief verletzt, dass die Spielchen, die sie mit den Menschen in ihrer Umgebung treiben, moralische Grenzen überschreiten, ohne dass dieses Verhalten Folgen hat. Ganz egal, wie sehr man die Tatsachen auch zu leugnen versucht, das Buch verharmlost Themen wie Gewalt und Vergewaltigung. 

Aber um fair zu bleiben, bei "Paper Princess" handelt es sich um eine ausgedachte Geschichte, die nichts mit der Realität zu tun hat, auch wenn es kein Fantasy ist. So was, was Ella passiert, dass sie von einen Tag auf den anderen vom Aschenputtel zur Cinderella wird, passiert einfach nicht im realen Leben.

Ich bekenne mich schuldig, zu denen zu gehören, die sich trotz dieser Tatsachen in Ella und Reed verliebt haben. 

Erin Watt schreibt sehr locker, humorvoll, spritzig und erfrischend, und die Atmosphäre ist dem entsprechend heiter, hell und leicht, doch der Story entsprechend gleichzeitig auch traurig, düster und schwermütig.

Alle Personen, über Ella bis zu den Royals, sind sehr detailreich beschrieben, jede einzelne hat einen eigenen Charakter und eigenen Riss - Ella hat sofort meine Sympathie geweckt, sie ist sehr aufgeweckt, überarbeitet, nach dem Tod ihrer Mutter auf sich allein gestellt, verdient sie sich ihr Geld u.A. als Stripperin, um sich über Wasser halten zu können, ohne Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.

Reed ist ein echter Badboy mit dieser gewissen Ausstrahlung, der man einfach nicht widerstehen kann, ähnlich wie bei einer wirklich köstlichen Tafel Schokolade, so lecker wie schlecht.

Jeder der Royal Brüder, aber auch das Familienoberhaupt Callum, haben ihre eigenen kleinen Geheimnisse, die sie um jeden Preis zu schützen versuchen, sei es um den Ruf ihrer verkorksten Familie zu schützen oder um nicht im Knast zu landen.

Lesenswert

Ein Drama hat das nächste gejagt. Die Royals bringen den Begriff Badboy auf ein ganz neues Level und haben dafür gesorgt, dass es im Buch und auch beim Lesen niemals langweilig wird. Ich kann mir aus dem einen oder anderen Grund vorstellen, dass das Buch nicht jedermanns Sache ist, die Meinungen über dieses Buch sind ja auch sehr gespalten, aber mir hat es gefallen.

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