Donnerstag, 30. März 2017

[Rezension] Rache und Rosenblüte von Renée Ahdieh

Einhundert Leben für das eine, das du nahmst. Ein Leben bei jedem Sonnenaufgang. Gehorchst du auch nur an einem einzigen Morgen nicht, nehme ich deine Träume von dir. Ich nehme deine Stadt von dir. Und ich nehme von dir dieses Leben tausendfach.
Shahrzad und Chalid haben sich gefunden. Und obwohl ihre Gefühle füreinander unverbrüchlich sind, lauert da immer noch der Fluch, der dem jungen Kalifen auferlegt wurde. Sie wissen beide, dass diese Last ihrer gemeinsamen Zukunft im Weg steht. Und so verlässt Shahrzad den Palast. Sie verlässt Chalid. Aber kann sie einen Weg finden, ihre große Liebe nicht zu verlieren? Und kann sie verhindern, dass noch mehr Unschuldige sterben?
Quelle: Bastei Lübbe

Über das Buch

Titel: Rache und Rosenblüte
Originaltitel: The Rose and the Dagger
Autor: Renée Ahdieh
Erscheinungsdatum: 16.03.2017
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-8466-0040-5 (gebundene Ausgabe)
Preis: 17,00 (gebundene Ausgabe)
Reihe?: Ja; Teil 2 von 2

Erster Satz

Das Mädchen war elf Jahre und neun Monate.

Meine Meinung

Nachdem ich von dem ersten Band "Zorn und Morgenröte" restlos begeistert war, habe ich großes Vertrauen in die Fortsetzung "Rache und Rosenblüte" gesetzt.

Wer sich die Rezensionen und Kurzmeinungen auf meinem Blog durchliest, weiß, dass ich bei "Zorn und Morgenröte" nach 100 Seiten komplett überzeugt war, das orientalische Feeling durch und durch genießen konnte und sogar die Höchstbewertung "Must-Have" vergeben habe. An dieser Stelle würde ich gerne behaupten, dass es mir bei der Fortsetzung genauso ging – doch leider kommt diese für mich, aus mehreren Gründen, überhaupt nicht an den ersten Teil heran.

Am Anfang erfahren wir, dass Shazi – wenige Tage nach den Geschehnissen des Vorgängerbandes – bei den Rebellen lebt, fernab vom Palast und zu einem großen Teil auf sich allein gestellt, und das empfand ich zur Abwechslung mal als sehr erfrischend. Die Szenen mit Chalid und Shazi, jeweils getrennt voneinander, in ihrer gewohnten oder eben auch ungewohnten Umgebung, haben für mich noch einmal verdeutlicht, wie sehr sich die zwei im Laufe des ersten Bandes entwickelt haben. Natürlich ist Sharzad auch in diesem Band in ihrer Person gewachsen, ihre Entwicklung fand ich grandios und auch Chalid konnte endlich mal Herz zeigen.

Dank Renée Ahdiehs wunderschönem Schreibstil spürt man die Hitze der Wüste auf der Haut, und auch die Gefühle der Charaktere gehen einen an die Nieren.

Ohne spoilern zu wollen, muss ich leider sagen, dass ich mir für die Wiedervereinigung von Sahzi und Chalid mehr erhofft hatte. Dafür waren die gemeinsamen Szenen von Shazi und Chalid zum Glück vom Kitsch her weder zu viel noch zu wenig, und haben mein Herz zum wiederholten Mal höher schlagen lassen. Ich liebe sie so, so sehr!

Mein größter Kritikpunkt aber ist die Handlung, die sich zu Beginn des zweiten Bandes zuerst nur sehr langsam entwickelt, dann aber nach gewisser Zeit mit geballter Kraft zunimmt. Jedoch wird ein Buch, das erst nach mehr als der Hälfte an Spannung gewinnt, durch ein spannendes Viertel noch zu keinem wahren Goldschatz.

Dafür fand ich, dass die Szenen mit Shazi und ihrer Schwester Irsa in diesem Band absolut Gold wert waren. Ihre gemeinsamen Szenen hatten eine ganz besondere Dynamik und man hat gemerkt, wie sehr sie sich als Geschwister lieben, aber auch, wie sehr sie sich als Personen wertschätzen.

Für meinen Geschmack wurden etwas zu viele Handlungsstränge angeschnitten und teilweise nicht, ganz, befriedigend oder zu schnell abgehandelt. Hat in "Zorn und Morgenröte" z.B. noch die Hinrichtung der Frauen und der widerliche König den Hauptinhalt ausgemacht, hat die Autorin diese Thematik in "Rache und Rosenblüte" schon wieder komplett aus dem Fokus verloren.

Auch das Ende hätte nicht unbedingt sein müssen und hat mich zu sehr an andere Bücher aus dem Genre erinnert.

Lesenswert

Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin am Ende selbst nicht mehr wusste, wie sie das Ganze auflösen soll und den Fokus aus den Augen verloren hat. Aus diesem Grund fand ich den zweiten Band im Vergleich zu „Zorn und Morgenröte“ ein wenig enttäuschend, werde die Liebesgeschichte zwischen Sharzad und Chalid aber als sehr positiv in Erinnerung behalten. Daumen hoch für die zwei!

Mein herzlichster Dank für das Exemplar zur Leserunde gilt Bastei Lübbe!!♥

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