*[Rezension] Der Weihnachtosaurus von Tom Fletcher

Klappentext

»Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir einen echten Dinosaurier ...« 

Die Weihnachtswichtel am Nordpol sind ganz aus dem Häuschen, als sie tief im Eis ein geheimnisvolles Ei entdecken. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet das Ei unter seinem dicken Po aus. Zur Verblüffung aller schlüpft ein freundlicher kleiner Dinosaurier: der Weihnachtosaurus. Zufällig schickt zur gleichen Zeit, tausende Kilometer entfernt, ein kleiner Junge namens William seinen Wunschzettel an den Weihnachtsmann ab: Er wünscht sich einen echten Dinosaurier. Als William und der Weihnachtosaurus einander in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben die beiden nicht nur ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer, sondern auch, was es heißt, den Wünschen seines Herzens zu folgen. (Quelle: Amazon)

Mit über 100 wunderschönen Schwarz-Weiß-Illustrationen.


Ehrlich gesagt, bin ich seit Jahren ein absoluter Weihnachtsmuffel und lasse dieses Fest, auf das sich andere bereits ein ganzes Jahr im Voraus freuen, einfach an mir vorbeirauschen. Und ich frage mich jedes Jahr aufs Neue, woran es liegen könnte, dass ich die Freude an Weihnachten mit den Jahren verloren habe. Letztes Weihnachten wollte ich unbedingt etwas dagegen unternehmen und habe während des Versuches, mich in Weihnachtsstimmung zu versetzen, einfach mal das Buch "Der Weihnachtosaurus" beim Bloggerportal angefragt. Ich hatte Glück, denn kurz drauf durfte ich das Prachtexemplar aus meinem Briefkasten ziehen und habe mich riesig darüber gefreut. Am Ende ist mein Plan daran gescheitert, dass ich in dem ganzen Weihnachtstrubel nicht dazu gekommen bin, das Buch rechtzeitig vor Weihnachten zu lesen.

Das Buch besitzt einen goldenen Buchrücken, einen roten Hardcover-Einband und wunderschöne schwarz-weiße Illustrationen, die einen als Leser voll und ganz in die Weihnachtszeit ziehen, ob man nun in Weihnachtsstimmung ist oder nicht. Shane Devries Inllustrationen machen das Buch zu etwas ganz Besonderem und hauchen den Charakteren und den Schauplätzen unglaublich viel Leben ein. Zu Beginn der Geschichte hatte ich noch meine Zweifel, da es sich bei dem "Weihnachtosaurus" um ein Kinderbuch handelt und ich nicht wusste, ob ich damit klarkommen würde. Schon nach wenigen Seiten musste ich feststellen: Der Weihnachtosaurus ist eine absolut traumhafte Weihnachtsgeschichte für Jung und Alt! Dadurch, dass es primär um Freundschaft, Vergebung und Herzenswünsche geht, und nicht nur um Weihnachten, konnte ich mich gut auf die Geschichte einlassen.

Auf den ersten Seiten erfährt man die Hintergründe des Dinosaurier-Eis, was einen spannenden Einstieg in die Geschichte darstellt. Danach lernt man William und seinen Vater Mr. Trudel kennen, die Weihnachten über alles lieben und auf denen der Fokus der Geschichte liegt.
Mit jedem Schritt, mit dem man sich von der letzten Weihnacht entfernt, kommt man der nächsten Weihnacht näher. - Seite XY
Obwohl der kleine William im Rollstuhl sitzen muss, scheint die Welt für ihn, bis auf einige Unannehmlichkeiten, mit denen er sich mittlerweile einigermaßen arrangiert hat, in Ordnung zu sein. Bis eines Tages eine neue Mitschülerin, Brenda Pein, auf die Schule kommt, die er sich durch ein Versehen zur Feindin macht, und diese macht ihm das Leben fortan zur Hölle. Zum Glück bleibt William noch das Weihnachtsfest, doch scheint sein einziger Wunsch, ein Dinosaurier, selbst durch den Weihnachtsmann nicht erfüllbar zu sein ...

Ganz besonders mochte ich William, der ein großes Herz besitzt und eine Liebe zu Dinosauriern, die keine Grenzen kennt und sich in seinem Zimmer, seiner Kleidung und regelmäßigen Museumsbesuchen wiederspiegelt. Aber mein absolutes Highlight war der Weihnachtosaurus, in den ich mich aufgrund der detailreichen Illustrationen schon nach wenigen Sekunden verliebt habe. Er ist zu süß, um wahr zu sein!

Natürlich ist nicht alles Friede, Freue, Eierkuchen - die Geschichte besitzt wie jede gute Geschichte einen richtig fiesen Bösewicht, und der heißt nicht Brenda Pein. Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt, denn für meinen Geschmack war der Bösewicht der Geschichte etwas zu böse und durchtrieben. Im Gegensatz zu den anderen Figuren in "Der Weihnachtosaurus", die alle mehrdimensional sind, ist der Bösewicht der Geschichte sehr eindimensional und nur böse. Er ist ein prototypischer Bösewicht, und genau das hat mich gestört. Dafür fand ich die Entwicklungen der Figuren sowie die kleinen und großen Wendungen, welche die Spannung immer und immer wieder angehoben haben, richtig gelungen.

Fazit

Der Weihnachtosaurus ist eine absolut traumhafte Weihnachtsgeschichte für Jung und Alt, die auch für Weihnachtsmuffel wie mich geeignet ist und nicht nur im Winter, sondern auch im Frühling, Sommer und Herbst gelesen werden kann.

★★★★★

5/5 Sterne

*Mein herzlichster Dank für das Rezensionsexemplar gilt der Verlagsgruppe Random House und cbj Kinderbücher.
Autor: Tom Fletcher | Titel: Der Weihnachtosaurus | Aus dem Englischen von Franziska Gehm | Originaltitel: The Christmasaurus | Mit Illustrationen von Shane Devries |  Gebundene Ausgabe: 14,99 [D] | 384 Seiten | ISBN: 978-3-570-16499-0| Verlg: cbj Kinderbücher | Erschienen: 02.10.2017



Keine Kommentare

Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten, Name, Mailadresse und IP-Adresse, durch diese Website einverstanden. (Mehr Informationen dazu findest du in der Datenschutzerklärung.)