*[Rezension] Pheromon: Sie riechen dich von Rainer Wekwerth und Thariot

Klappentext

Stell dir vor, du bist siebzehn Jahre alt. Du stehst vor dem Spiegel und entdeckst in deinen Augen einen goldenen Schimmer, der vorher nicht da war. Aber das ist nicht alles. Plötzlich kannst du die Gefühle der Menschen riechen, brauchst keine Brille mehr und löst die schwierigsten Matheaufgaben im Kopf. Irgendwie cool. Irgendwie verstörend. Noch während du dich fragst, was mit dir los ist, beginnt ein Abenteuer ungeahnten Ausmaßes. Ein Kampf um das Schicksal der ganzen Welt – und du bist mittendrin. (Quelle: Amazon)


Das Buch ist aus der Sicht der beiden Protagonisten Jake und Travis erzählt, zum Teil im Jahre 2018 und zum Teil im Jahre 2118, einer Welt ohne Krieg und Gewalt, ohne Armut und Krankheiten.
Zum einen erlebt man die Geschehnisse im Jahr 2018 an Jakes Seite; andererseits hält einen Travis im Jahr 2118 auf dem Laufenden.

Travis lebt in einer der wenigen noch existierenden schlechten Gegenden im Jahre 2118, hat kaum Geld und behandelt als Arzt in einem kleinen Center Obdachlose und Straßenkinder, um für eine schreckliche Tat in seiner Vergangenheit Sühne zu leisten. Eines Tages taucht ein junges Mädchen auf seinem Arbeitsplatz auf, das am Hinterkopf zahlreiche rasierte Stellen wie von einer Untersuchung hat und hochschwanger ist. Er möchte dem Mädchen und dem ungeborenen Kind unbedingt helfen und stößt dabei auf eine Organisation names "Humans Future Projects", die offenbar klammheimlich die Hälfte der Weltbevölkerung unter ihren Einfluss gebracht hat.

Jake würde ich als den netten Jungen von nebenan beschreiben; mit seinem besten Kumpel Alan spielt er im Footballteam seiner Highschool, hat aber durch seinen starken Heuschnupfen und Maulwurfaugen ein echtes Handicap. Doch von einem Tag auf den anderen ist er kerngesund, und darüber hinaus kann er plötzlich riechen, was andere Menschen fühlen.

Dass es hier einen konkreten Zusammenhang zwischen den Ereignissen geben muss, liegt - trotz dem nicht gerade geringen Zeitunterschied von 100 Jahren - von Anfang an auf der Hand. Zu Beginn des Buches, hatte ich keine Ahnung, welche Richtung die Geschichte einschlagen würde und ließ mich einfach überraschen. - Ich wurde nicht enttäuscht. Das Autorenduo Rainer Wekwerth und Thariot hat sich hier wirklich sehr gut ergänzt, sodass alles stimmig war und sich die Geschichte sehr flüssig lesen ließ. Des Weiteren fachte die wechselnde Perspektive meine Neugier an und sorgte in Kombination mit dem Wunsch nach einer Auflösung des Ganzen dafür, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

Jakes Geschichte, dessen Leben 2018 spielt, fand ich von der Welt und von den Geschehnissen her, spannender als Travis'. Trotzdem konnte ich weder zu Jake noch zu Travis einen richtigen Zugang finden. Ich glaube, dass lag daran, dass Jake mir mit seinen siebzehn Jahren zu jung war und Travis mit seinen Anfang/Mitte sechzig zu alt. In letzter Zeit bevorzuge ich einfach Geschichten mit Protagonisten im Alter von 20 bis 25 Jahren, da ich mich mit denen am besten identifizieren kann. Außerdem fehlte es mir an einigen Stellen an Details bei den Beschreibungen, sowie an Tiefe der Charaktere.

Das Ende ist für mich leider nicht ganz so überraschend ausgefallen wie erhofft, da es sich auf dem letzten Viertel des Buches bereits erahnen ließ. Dafür gab es am Ende einen enormen Showdown, der mich nochmal völlig in seinen Bann ziehen und alle Zweifel bezüglich des Buches ausräumen konnte. Somit bescherte mir "Pheromon" schöne Lesestunden und ich freue mich auf die Fortsetzung, in der wir hoffentlich erfahren werden, wie es mit Jake und Travis weitergeht.

Fazit

Ich glaube, dass "Pheromon" nicht jedermanns Sache ist, da die Idee dahinter ziemlich ungewöhnlich ist, aber wer für neue, ungewöhnliche Geschichten offen ist, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen. Mir hat es sehr gut gefallen.

★★★★☆ 

4/5 Sterne

*Mein herzlichster Dank für das Rezensionsexemplar gilt der Netzwerk Agentur Bookmark und dem Thienemann-Esslinger Verlag.
Titel: Pheromon: Sie riechen dich | Autoren: Rainer Wekwerth, Thariot | Gebundenes Buch: 17,00 [D] | 416 Seiten | ISBN: 978-3-522-50553-6 | Verlag: Planet! | Erschienen: 16.01.2018

Kommentare

  1. Hallo liebe Anna!

    Ich grusel mich zwar ein wenig vor diesem Cover (bin nicht so der Insekten Fan) aber ich finde die Story klingt richtig cool. :) Das Büchlein werde ich mir also auf jeden Fall vermerken. Es freut mich, dass dich die Geschichte überzeugen konnte - für mich nur ein Grund mehr, genauer hinzuschaun. ;)

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom

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    1. Ja, Insekten und ich, wir werden wohl auch keine Freunde mehr. Dabei finde ich das Cover und die Aufmachung des Buches an sich (es hat grüne Seiten) eigentlich wunderschön. Es freut mich ebenfalls, dass ich dich mit meiner Rezension auf das Buch aufmerksam machen konnte. :-)

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