[Rezension] Palace of Glass - Die Wächterin von C.E. Bernard

Klappentext

Furchtlos und unantastbar - die hinreißende Trilogie für alle Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt. 

Stellen Sie sich vor… 

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist. 

Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird. Diese hinreißende Trilogie werden die Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt lieben. Alle drei Bände im Zwei-Monats-Takt. (Quelle: Amazon)


Wie würdet ihr es finden, würde der Kontakt von Haut plötzlich im ganzen Land verboten sein? Mir würde es ganz und gar nicht gefallen. Und auch der Protagonistin Rea gefällt das überhaupt nicht. Als Magdalene leidet Rea am meisten unter diesem harten Gesetz, denn als Magdalene verspürt sie eine Gier nach Haut, gegen die sie Tag für Tag ankämpfen muss. Allein die illegalen Faustkämpfe, an denen sie hin und wieder teilnimmt, vermögen es, ihre Gier für einen kurzen Moment zu stillen.

Als der britische Geheimdienst versucht, sie - im Namen des Königs - als Leibwächterin des Kronprinzen Robin anzuheuern, kann sie nicht Nein sagen, obwohl sie weiß, dass ein Leben im Palast mit der ständigen Angst, als Magdalene enttarnt zu werden, einhergehen würde. Des Königs Willen ist Gesetz.

Wie einige von euch vielleicht wissen, durfte ich dieses Jahr bei dem #BlognTalk-Event der Verlagsgruppe RandomHouse dabei sein - und im Rahmen dessen wollte ich mich schon mal im Vorfeld über die dort anwesenden Autoren informieren. Eine dieser Autoren war C.E. Bernard und dadurch bin ich auch auf dem Klappentext zum ersten Band ihrer "Palace of Glass"-Trilogie gestoßen. Ich habe mich sofort in den Klappentext verliebt und hoffte und bangte, dass das Buch auf der Leipziger Buchmesse zu erwerben sein würde. Meine Gebete wurden erhört, und obwohl ich beim #BlognTalk-Event keine Gelegenheit dazu bekommen habe, mit der Autorin zu reden, konnte ich es mir am letzten Tag der Messe noch von ihr signieren lassen. Und ihr glaubt gar nicht, wie froh ich darüber bin, denn dieses Buch ist zu einem echten Jahreshighlight für mich geworden.

Zu Beginn des Buches, begleiten wir Rea während einer ihrer Faustkämpfe, und sofort ist klar, um welche Sorte von Protagonistin es sich bei ihr handelt. Rea ist eine Überlebenskünstlerin, und obwohl die nie enden wollende Gier nach Haut, dem Verbotenem, ihr das Leben zur Hölle macht, weiß sie um die Gefahren, die mit dem Einsatz ihrer Gabe verbunden sind. Gefahren, nicht nur für sie, sondern auch für andere. Deshalb kämpft sie tagtäglich gegen die Versuchung, ihre Gabe einzusetzen, an. Sie mag sich ihre Zeit zwar mit Fäustkämpfen vertreiben, aber sie ist ein von Grund auf guter Mensch. Auch Robin, der Kronprinz, ist ein guter Mensch, aber als Leser wird einem schnell bewusst, dass er schwere Lasten mit sich herumträgt, und natürlich fragt man sich, was dahinter steckt. Übrigens, glaube ich, mit Robin meinen nächsten Bookboyfriend gefunden zu haben.

Meine absolute Lieblingsfigur war und ist Blanc, der von allen nur als weißer Ritter bezeichnet wird. Er trainiert Rea für ihren Posten als Leibwächterin und ist ihr eine große Stütze - dabei ist ihm egal, dass sie eine Frau ist oder aus welchen Verhältnissen sie kommt. Er ist der Inbegriff von Toleranz. Und auch Ninon, die Duchesse von Orléans, welche in erster Linie dafür verantwortlich war, dass Rea als Leibwächterin engagiert wurde, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich habe beim Lesen viel gelacht, aber auch ein bisschen geweint, woran das absolut perfekt gelungene Ende schuld war.

Darüber hinaus, hat die Welt, in der "Palace of Glass" spielt, von der Autorin eine sehr gut durchdachte Hintergrundgeschichte verpasst bekommen, die mich gleich zu Beginn begeistern konnte. C.E. Bernard ist es gelungen, wirklich viele, schöne Details einzubauen, die perfekt ineinander gegriffen und so ein mehr als stimmiges Gesamtbild ergeben haben. Ich kann nicht mal behaupten, dass dieses Buch Längen besitzt, denn ich fand es von Anfang bis Ende spannend. Außerdem ist es lange her, dass ich bei einem Buch so lange im Dunkeln geblieben bin, was die Auflösung der Handlung angeht.

Fazit

Die Charaktere mit ihren einzigartigen Persönlichkeiten und die absolute Undurchschaubarkeit der fortlaufenden Handlung konnte mich davon überzeugen, dass dieses Buch definitiv einen Platz unter meinen Jahreshighlights verdient hat. Ich bin schon gespannt, wohin mich die Geschichte in "Palace of Silk" (Band 2) und "Palace of Fire" (Band 3) entführen wird, denn ich werde mir die nächsten zwei Bände auf keinen Fall entgehen lassen.

★★★★★

5/5 Sterne
Titel: Palace of Glass - Die Wächterin | Autor: C.E. Bernard | Broschiert: 14,00 [EUR] | 416 Seiten | ISBN: 978-3764531959 | Verlag: Penhaligon Verlag | Erschienen: 19.03.2018



Kommentare

  1. Hallo Anna,

    eine schöne Rezi und ich freue mich auch schon sehr darauf, dieses Buch zu lesen. Ich durfte die Autorin ebenfalls auf der LBM kennenlernen und ihr sogar beim Lesen zuhören. Witzig dabei war, dass ich mir ihr Buch vorher gekauft hatte, bevor ich sie hörte :D und gerade der Beginn war einfach nur genial.

    Darüber hinaus ist die Autorin super sympathisch und ich kann es kaum erwarten, endlich mit dem Buch zu beginnen. Doch leider wird dies noch ein wenig warten müssen.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Vielen Dank! Mir ging es ähnlich. Ich war am Sonntag auf der Lesung von C.E. Bernard, das Buch hatte ich mir allerdings schon am Freitag besorgt. Ich hoffe, wenn es so weit ist, wird dir das Buch genauso gut gefallen wie mir! :-)

      Ganz liebe Grüße,
      Anna

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